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Vegane Hundeernährung – artgerecht und einfach

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Vegan für Hunde geht nicht – Hundefutter muss Fleisch enthalten?

Das ist eine der Grundannahmen, die in den Köpfen der meisten Menschen auch heute noch verankert ist. Schließlich stammt unser Haushund von Wölfen ab, die jagen, ihre Beute zerlegen und deren Hauptnahrungsmittel rohes Fleisch darstellt. Hundeernährung in vegan steht dem konträr gegenüber und scheint die natürlichen Bedürfnisse der Hunde zu beschneiden.

Ist es artgerecht Hunde vegan zu ernähren?

Jegliche Form der Hundeernährung ist ein Eingriff in die Natur des Tieres, schließlich lebt dieses nicht wild als Selbstversorger. Artgerecht muss deshalb eine Hundeernährung bezeichnet werden, die es schafft das Tier ausgewogen mit allen erforderlichen Nährstoffen zu versorgen. Hunde sind keine reinen Carnivoren, das heißt ihr Verdauungssystem kann auch pflanzliche Nahrungsmittel verwerten. Er ist, wie sein Ahn der Wolf, in der Lage verschiedene Nahrungsmittel wie Gräser, Früchte und Wurzeln, zu verdauen, um sich einem wandelnden Nahrungsangebot anzupassen. Grundsätzlich gilt, dass jedes Hundefutter aus etwa 40% Kohlehydraten, 30% Protein, 25% Gemüse und Obst und etwa 5% aus Mineralien, Spurenelementen und Ölen bestehen sollte. Während konventionelles Hundefutter einzig Fleisch als Proteinquelle nutzt, kombiniert die vegane Fütterung verschiedene pflanzliche Proteinquellen. Bei der Zubereitung werden alle Komponenten dem Verdauungssystem des Hundes angepasst, damit er die Nährstoffe bestmöglich verwerten kann.
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Herausforderungen einer veganen Hundeernährung

Der Organismus des Hundes nutzt aus den Proteinen Aminosäureverbindungen. Dabei ist es wichtig, dass diese so körperähnlich wie möglich sind. Wie bei den meisten Menschen sind auch bei Hunden Mangelerscheinungen selten, wenn das Hundefutter ausgewogen ist. Empfehlenswert ist dennoch die Substitution von Vitamin B12, Taurin und L-Carnitin. In der Praxis hat sich der Einsatz von Spirulina-Algen als sinnvoll erwiesen. Auch Nüsse, Keimen und Sprosse enthalten wertvolle Aminosäuren und Spurenelemente. Empfehlenswert sind vor allem Sprossen und Keime der Mungobohnen, Linsen, Bohnen, Leinsamen und Sonnenblumenkerne. Letztere können mit Haselnüssen, Walnüssen und Pekannüsse auch einfach unter das Futter gemischt werden.

Wird der Hund vegan ernährt, solltest du dich mit für Hunden toxischen Stoffen auseinandersetzen. Dies ist besonders dann wichtig, wenn du selbst kochen möchtest. Einige Obst und Gemüsesorten können schwere Schäden anrichten. Weintrauben (auch Rosinen!) , Zwiebeln, Schnittlauch und Knoblauch haben in der Hundeernährung nichts zu suchen. Alles kakaohaltige ist ebenfalls tabu.

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Hundefutter vegan – so einfach geht’s!

Du kochst vegan für deine Familie? Dann ist es besonders einfach auch deinen Hund vegan zu ernähren. Eine vollwertige Mahlzeit setzt sich aus Kohlehydraten wie Kartoffeln oder Reis, Proteinen wie Linsen, Bohnen oder anderen Hülsenfrüchten und Gemüse zusammen. Pasta mit roten Linsen und Sellerie-Kürbis-Gemüse ist ein Beispiel für eine leckere, vegane Mahlzeit für Mensch und Tier. Das Essen deines Hundes darf zusätzlich um Nahrungsergänzungsmittel angereichert werden, auch kaltgepresste Öle als Topping sind empfehlenswert.

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Veganes schon fertig zubereitet

Einen Hund vegan zu ernähren ist artgerecht, wenn die Zusammensetzung des Futters alle notwendigen Nährstoffe liefert. Wer täglich selbst vegan kocht, kann eine gesunde Hundeernährung unkompliziert selbst umsetzen. Doch auch für alle nicht ambitionierten Köche gibt es mittlerweile gute Alternativen zum konventionellen Hundefutter: Feucht- und Trockenfutter, das vegan ist, gibt es im Handel. Auch auf das zusätzliche Leckerchen muss Hundi nicht verzichten!

Der Rasenvresser
Der Rasenvresser
Ist der Kopf einer Kreativagentur und lebt seit einiger Zeit vegan. Hauptgrund war damals der Zusammenhang zwischen Nahrung und Sport sowie Ökologie und Nachhaltigkeit.

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